Georges-Arthur Goldschmidt: Über die Flüsse

Georges-Arthur Goldschmidt: Der bestrafte Narziß

Georges-Arthur Goldschmidt: Die Absonderung

Georges-Arthur Goldschmidt: Ein Garten in Deutschland

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Georges-Arthur Goldschmidt

 
Georges-Arthur Goldschmidt

Im Gespräch mit Georg Deggerich

Am Erker 29, Frühjahr 1995.

"Heimweh ist die schlimmste Krankheit, die ein Kind befallen kann"

Am Erker: Ihre vier Romane stehen in engem Bezug zu Ihrem persönlichen Lebensschicksal. Sie beschreiben darin Ihre Kindheitsjahre, insbesondere die erzwungene Flucht vor der Nazidiktatur 1938 sowie die nachfolgenden Jahre in einem Kinderheim im Hochsavoyen in den französischen Alpen. Ihr erster Roman, Ein Garten in Deutschland, erschien 1981 in Frankreich. Gibt es einen besonderen Grund, warum Sie mit dieser Erinnerungsarbeit erst vier Jahrzehnte später begonnen haben?
 
Goldschmidt: Wie soll man auf derartige Ereignisse kurz danach eingehen? Jahrzehnte braucht man, um damit fertigzuwerden. Es gibt Leute, die heute noch außerstande sind, auch nur ein Wort darüber hervorzubringen. Es wurden die tiefsten "Wurzeln" des eigenen Seins betroffen, und vierzig Jahre ist keine so lange Zeit, umso weniger, als ich schon zwanzig Jahre darüber nachdenke oder zu schreiben versuche. Der Atem muss sich erst legen, man muss sich beruhigen können. Wer einmal im Leben richtig Angst gehabt hat, Todesangst, der weiß, wovon ich rede.

Am Erker: Ungeachtet des zeitlichen Abstands zeichnen sich Ihre Romane durch eine luzide Detailschärfe und ein fast schon hypnotisches Heraufbeschwören der Vergangenheit aus. Bedeutet die Niederschrift dieser Erinnerungen für Sie eine Art der Selbstvergewisserung oder auch im Freudschen Sinne eine Form von Trauerarbeit?

Goldschmidt: Ob es eine "Selbstvergewisserung" sein soll – die Bemerkung ist übrigens sehr klug - oder eine Trauerarbeit, soll dahingestellt bleiben, denn man weiß nie so recht, warum man schreibt. Das wissen die Leser immer besser. Ich bin überzeugt, man schreibt, um zu wissen, wie es die Leser verstehen. Es ist, wie wenn man sich in den Arm kneift, um nachzusehen, ob es einen noch immer gibt, und so ist an "Selbstvergewisserung" schon etwas dran. Trauerarbeit ist wieder so ein Wortgebilde mit vermeintlich wissenschaftlichem Unterton, das ist mir zu allgemein. So ist es immer mit psychoanalytischen Begriffen, sie sind hochinteressant, aber wenn sie einen persönlich angehen sollen, weiß man nicht mehr, was sie bedeuten.

Am Erker: Im Nachwort zu Ein Garten in Deutschland sagen Sie, die Erzählung konnte nur auf Französisch geschrieben werden, in der "Übertragung in eine Sprache, in welcher die Erinnerung alles erfinden musste, ohne es erlebt zu haben". Warum haben Sie Die Absonderung auf Deutsch geschrieben?

Goldschmidt: Ein Garten in Deutschland, wie es der Titel schon andeutet, "spielt" hauptsächlich in Deutschland. Wie sollte ich in einer Sprache, aus der ich verbannt wurde, über die Begebenheiten aus meiner "Heimat" schreiben, die mich beseitigen wollte. Dazu braucht man eine Sprache, die einen nicht bedroht, und so konnte ich nur Französisch über die deutsche Zeit schreiben! Als aber meine autobiographischen Erzählungen die Zeit meiner Adoleszenz erreichten, wurde das Deutsche für mich sozusagen unschuldig, befreit, gerettet gleichsam durch die Tatsache, dass Franzosen mich geschützt hatten, ihr Leben riskiert hatten. Das Deutsche wurde wieder eine freie Sprache, die herrliche Sprache meiner Kindheit, aber eben auf die französische Zeit im Internat begrenzt, wohingegen das Französische weltweit wurde, sich in mir ausdehnte, auch weil sich mein alltägliches Leben in Frankreich abspielte. Aber das wird das Thema der "Poetikvorträge" werden, die ich in Hamburg im Juni 1995 halten soll, da werde ich das dann noch eingehender erklären können.

Am Erker: In Ihrem Essay "Vom Leben in zwei Sprachen" sprechen Sie vom "Glück, in zwei Sprachen zu leben". Worin genau besteht dieses Glück?

Goldschmidt: Zwei Sprachen bilden keinen inneren Widerspruch, sondern vervollständigen sich gegenseitig, erweitern jede den Horizont der anderen. Für mich ist es immer etwas Wundervolles gewesen, zwei Muttersprachen zu haben. Ich bewundere es, wie geschickt die Sprachen angesichts der anderen mit der Realität (ich meine nicht die Wirklichkeit) umgehen, was sie alles an den Tag bringen, was sie aber auch alles liegen lassen. Das Schweigen in den Sprachen, das, wovon sie nicht reden können, wie es Wittgenstein sagen würde, ist in jeder Sprache verschieden. Nie sitzt die eine Sprache, wo die andere nicht sitzt, jede zeigt in andere Richtungen und zeugt auch von der Unerschöpflichkeit des menschlichen Wesens.

Am Erker: Der Titel Ihres ersten auf Deutsch geschriebenen Romans Die Absonderung impliziert eine doppelte Bedeutung. Auf der einen Seite wird die Ausgrenzung als unverschuldetes Verhängnis, auf der anderen Seite aber auch als Quelle der Selbstfindung und der Selbstbehauptung beschrieben. Könnten Sie diese ambivalente Haltung etwas näher erläutern?

Goldschmidt: Die Absonderung ist ein mehrdeutiges Wort, natürlich, es beschreibt die innere Situation dieses Kindes, aber eben diese Ausgrenzung ist auch seine Art und Weise, die Welt zu erfassen. Wissen Sie, beim Schreiben ist das alles gar nicht so deutlich definiert, es teilt sich nicht in "Selbstfindung" oder "Selbstbehauptung" auf, man hat keinen Plan, keine präzise Intention, es wird einem sozusagen zugeschickt, und dann muss man das Zeug jahrelang bearbeiten. Was man aber da bearbeitet, weiß man nicht so genau, das erfährt man dann durch die Leser und Rezensenten. Das meine ich wirklich ernst. Die Lektüre der anderen Realität bestätigt, was man konfus in sich hatte und durch das Schreiben zu präzisieren, zu umreißen versuchte. Da man das Buch schon geschrieben und veröffentlicht hat, kommt die Erklärung durch den Rezensenten zu spät, aber durch ihn erfährt man dennoch, was man eigentlich im Kopf hatte. Also gewiss ambivalent, aber ich würde eher sagen vielfach, schillernd. Ambivalent sind die Gegenstände (die Objekte, von denen die Rede ist) nur angesichts der Begriffe.

Am Erker: In Die Absonderung geht es immer wieder auch um Heimweh. Ein Heimweh, das als so quälend und erstickend empfunden wird, dass der damals Zehnjährige es mit der Unterwerfung unter die Schikanen seiner Mitschüler und der bewussten Abkapselung von jeglicher Erinnerung zu verdrängen sucht. Gab es dieses Heimweh noch, als Sie den Roman vierzig Jahre später geschrieben haben?

Goldschmidt: Vorhin sprachen Sie von "Trauerarbeit". Vielleicht haben Sie doch des Pudels Kern getroffen. Heimweh ist die schlimmste Krankheit, die ein Kind befallen kann. Ich war als Kind, ich glaube 1936 oder 1937, in Niendorf an der Nordsee im Kinderheim, und das ist die schlimmste Erinnerung meiner frühen Kindheit. Ich wäre vor Heimweh beinahe eingegangen, und meine Eltern mussten mich schnellstens wieder abholen. Als ich dann 1938 für immer wegmusste - ich habe sofort gewusst, dass ich die Eltern nie wiedersehen würde - Kinder wissen alles - habe ich einfach das Heimweh in mir abgestemmt, zugemauert, sonst wäre ich daran gestorben. Kinder können an Heimweh sterben. Die Eltern, die ihre Kinder in Heime verschicken - ohne es absolut zu brauchen -‚ ahnen nicht, was sie da anrichten. Es gibt nichts Zerstörenderes, Seelenzerfressenderes, als ein Kind dem Heimweh auszusetzen. Wer weiß, ob die großen Verbrechen, die in der Geschichte der Menschheit begangen werden, nicht irgendwie mit Heimweh in Zusammenhang zu bringen sind. Vielleicht sind meine Erzählungen tatsächlich Trauerverarbeitungen gewesen, da haben Sie schon recht.

Am Erker: In Ihrem jüngst in Deutschland erschienenen Essay Der bestrafte Narziß äußern Sie eine fundamentale Sprachskepsis. Das Ich, so ließe sich Ihre Position knapp umreißen, besteht vor und außerhalb der Sprache, so dass jeder Mitteilungsversuch prinzipiell zum Scheitern verurteilt ist. Erscheinen Sie sich in Ihren Romanen selbst als fremd?

Goldschmidt: Im Bestraften Narziß äußere ich keineswegs "eine fundamentale Sprachskepsis", ganz im Gegenteil, da doch allein die Sprache es mir ermöglicht, eine solche Skepsis auszudrücken. Ich meine nur, dass die Sprache - zum Glück - unfähig ist, mich auszudrücken, und aus dieser Unfähigkeit sind wir beide entstanden: die Sprache und ich. Da ich unbescheidenerweise zum Selbstzitat gezwungen werde, möchte ich auf zwei Texte verweisen, wo ich mich eingehend über diese Frage ausgedrückt habe. "Vom Stoff der Wörter" (in Publizistik und Kunst, Oktober/November 1993) und "Mit der Tür ins Haus fallen" (in Lacan und das Deutsche, Kore Verlag, Freiburg 1994). In der Sprache ist ja eher die Spaltung zugegen, sie ist nichts anderes als Bewusstseinserlangung, wodurch ich eben weiß, dass ich mit den Zeichen nicht übereinstimme: Würde ich mit ihnen übereinstimmen, gäbe es weder Zeichen noch mich, es gäbe nur eine Welt, in der es noch keine Sprachen gäbe.

Am Erker: Ihre Sprachkritik gipfelt in einer Art Apotheose der Innerlichkeit, im uneingeschränkten Bejahen des Unsagbaren. "Nichts kann mich darstellen. Dies ist meine Göttlichkeit", heißt es an einer Stelle. Gleichwohl hat man das Gefühl, dass in dieser trotzigen Selbstbehauptung auch ein Moment von Trauer und Vergeblichkeit steckt. Würden Sie dem zustimmen?

Goldschmidt: Eine schöne Frage, die sich schon selber beantwortet. Sie haben da völlig recht, da steckt tatsächlich Trauer darin: Denn wie kommt es, dass der unschuldig Angeklagte unmöglich so oft seine Unschuld beweisen kann. Diese Selbstbehauptung ist gerade deswegen so trotzig, weil sie aller Anklage zuvorkommt: Ich schlage mich besser, als ihr mich alle schlagen könnt. Das ist die Verzweiflung als Persiflage, wie sie auch Kafka so innig erlebte, ich verzweifelte nicht an mir selbst, sondern an meiner Unmöglichkeit, mich auszuweisen. Das einmal angeklagte und bestrafte unschuldige Kind wird sich irgendwo im Tiefsten seiner selbst die Erinnerung daran bewahren und sich selbst vielleicht nicht davon erholen können.

Am Erker: Das Wort "Pädagoge" halten Sie für das abscheulichste Wort der Menschheit. Erziehung erscheint Ihnen als Züchtigung, als ein Austreiben individueller Widerstandskräfte und als gesellschaftlich sanktionierte Unterwerfung. Kann Erziehung Ihrer Meinung nach nicht auch Widerstandskräfte stärken?

Goldschmidt: Es ist vielleicht kein Zufall, dass Sie die Frage so stellen, als wäre sie aus der vorigen entstanden. Wenn ich tatsächlich das Wort "Pädagoge" für das allerabscheulichste halte, so rührt das daher, dass die Pädagogen Jahrhunderte dazu da waren, das Kind mundtot zu machen, es zum Schweigen zu bringen, zur Wiederholung angelernter Formeln zu überführen und verführen. Die Pädagogik hat in Deutschland eine verheerende Rolle gespielt, wenn man bedenkt, dass sie sogar an den Universitäten gelehrt wird! In Frankreich, wo immerhin die befreiende Schule (l'école libératrice) vom Staate selber eingerichtet wurde: die Schule, wo keinem ein obligatorischer Glaube aufgezwängt wurde, in Frankreich also ist die "Pädagogik" erst allmählich Anfang der siebziger Jahre nach 1968 entstanden als amerikanisiertes Überbleibsel der Okkupation. Mit "Pädagogik" meine ich nicht "Lehrer", das ist etwas völlig anderes. Jemand, der sein "Fach" kennt und liebt und vor allem die Kinder liebt und kennt, der braucht keine Pädagogik. Die Pädagogik ist "captatio benevolentiae", Entführung aus der Selbstheit. Von ihr wird das Kind richtig gehäutet. Hinzu kommt, was die "Pädagogen" in den Internaten mit den Schülern anstellen, und man sollte mich nicht eines Besseren belehren wollen! Und war nicht die Nazischeiße der Gipfel der Pädagogik?

Am Erker: Auf den letzten Seiten Ihres jüngsten Essays vergleichen Sie den kindlichen Ungehorsam mit der Arbeit des Schriftstellers, dem "das Subversive und Unbotmäßige, die Wachsamkeit des Kindes" erhalten geblieben ist. In diesem Zusammenhang fällt auch der Begriff "Literatur als Widerstand". Verstehen Sie Ihre eigenen Romane als Zeugnisse eines solchen Widerstands?

Goldschmidt: Ja, da haben Sie wieder recht, und das erlaubt mir, auf den letzten Teil Ihrer vorigen Frage zu antworten. Natürlich stärkt Erziehung auch Widerstand, ganz bestimmt, entweder ist man von sich aus ein Rebell, wie ich es immer gewesen hin, oder man hat rebellische Lehrer (die eher keine Pädagogen sind), und dann ist alles gut. Die Arbeit des Schriftstellers lässt sich mit dem Verhalten eines Gasts im Restaurant vergleichen, der in die Küche geht und sieht, was er nicht sehen soll, und es sagt. Der Schriftsteller ist der Quergeist, wie es so schön auf Deutsch heißt, den man am liebsten abschaffen möchte, so wie man doch so gerne die Juden abschaffen möchte. Was zum Nachdenken anregt, bedroht die etablierte Ordnung, aber nicht immer. Das Geniale z.B. am französischen Staat ist, dass er bereits seit dem 17. Jahrhundert alle Formen der Unbotmäßigkeit und der Subversion verdaut und zu seinen Diensten umgeformt hat. Jean-Paul Sartre, der beste Diener des Staates. Da dreht sich der Spieß der Unbotmäßigkeit allerdings um, und warum auch nicht? Ob ich meine eigenen Erzählungen als Zeugnisse eines Widerstands ansehe? Das ist viel verlangt, so eitel und selbstbezogen hin ich trotz allem Anschein nun doch nicht!

Am Erker: Vergleicht man die von Ihnen beschriebene Welt des Internats mit Ihrer Einschätzung unserer modernen Technologiegesellschaft, die "mehr oder weniger auf die Abschaffung des Selbst" zielt, das auf ein "umherirrendes Bewusstsein" reduziert wird, so ergehen sich verblüffende Überschneidungen. Ist Ihre persönliche Kindheitserfahrung inzwischen universelle Realität geworden?

Goldschmidt: Das ist wieder eine sehr interessante Frage. Ich habe gerade ein Buch von Marc Nacht gelesen, einem französischen Analytiker. Es heißt A I'aise dans la barbarie ("Behaglich in der Barbarei"), wo das sehr gut analysiert wird: die Technologie als Entsymbolisierung, aber das ist zu weit ausholend, als dass ich hier darauf eingehen könnte. Meine Kindheitserfahrung, das ist der zweite Teil Ihrer Frage, hat damit überhaupt nichts zu tun: zudem die soziale Fügung, die vom Kinde verlangt wurde, ja eher von einer gewissen, sogar sehr gewissen Ritualisierung kompensiert wurde. Dagegen konnte man opponieren oder Zwischenlösungen finden, es ging um eine Welt der Verbote oder der Verordnungen, das ist etwas völlig anderes. Ich würde sagen, dass meine Kindheitserfahrung mich exaltiert und enthusiasmiert hat, wo die ganze Technologie entäußert! Mein Bewusstsein war keineswegs ein "umherirrendes", es hat ja eher ganz präzise Anhaltspunkte gehabt.

Am Erker: In Ihrem Essay über Jean-Jacques Rousseau (Merkur, Juli 1978) sprechen Sie davon, dass die Unobjektivierbarkeit des Ichs, d. h. der subjektive Ort der Freiheit, vor den Sollensanforderungen der Gesellschaft geschützt werden müsse. Wo sehen Sie in der heutigen Gesellschaft Möglichkeiten zu einer solchen Ich-Konsolidierung?

Goldschmidt: Mein Essay über Rousseau im Merkur war die Folge eines Buches, das ich im selben Jahr auf Französisch veröffentlicht habe, Jean-Jacques Rousseau oder der Geist der Einsamkeit. Ich weiß nicht mehr, ob ich wirklich gesagt habe, das Ich müsse geschützt werden, es soll vielmehr sich selber schützen lernen. So meinten es auch Descartes oder eben Rousseau (daher der Emile, sein angeblich "pädagogisches" Buch, wo das Wort aber nie vorkommt). Rousseaus Buch war eine Wahrnehmungslehre, und gerade auf diesem Gebiet stellen sich heute die Probleme der Ich-Konsolidierung. Die Menschen lassen sich von den kleinen Halunken der technologischen Rentabilität einschüchtern, von den neuen Gesinnungskontrolleuren, mit einer Bereitwilligkeit. die derjenigen gleicht, mit der sie sich einst von den Pfaffen hereinlegen ließen. Sie gehören zur selben Welt des Betrugs, das ist die neue Mobilmachung. Die Menschen sollten endlich mal verstehen, dass sie Subjekte der Technologie sind und sich nicht zu Objekten machen lassen. Jeder kann seine innere Bestimmung in die Hand nehmen, noch nie hat der Mensch gewusst, was eigentlich Vernunft ist, wie unglaublich anregend das ist, die Entscheidung über sich selbst selber zu übernehmen, Herr über sich selber zu werden, der alte Freud sagte es vor langer Zeit schon: "Wo Es war, soll Ich werden", das sollte man mal versuchen.

 
Georges-Arthur Goldschmidt: Der bestrafte Narziß. Essay. 155 Seiten. Deutsch von Mariette Müller. Zürich: Ammann 1994.